Das Tippverhalten auf Tastaturen, die so genannte Tastendruckdynamik, ist ein in der Biometrie angewandtes Merkmal. Es dient zur Identifizierung einer Person aufgrund des Rhythmus, in dem sie bestimmte Wörter auf einer Tastatur eingibt. Dazu werden die Zustände der Tasten mehrere tausend Mal pro Sekunde abgefragt, während die Person mehrmals dasselbe Wort eingibt.
Die dazu entwickelten EDV-Lauschprogramme ("spyware") werden u.a. von Geheimdiensten und Polizei sowie auch in Firmen zur Überwachung eingesetzt. Der Einsatz so genannter "Keystroke-Loggern" dürfte in Deutschland kurz bevor stehen. Die Lauschprogramme protokollieren alle Tastatureingaben und Bewegungen der Maus und können digitale Bildschirmfotos machen. Diese Daten werden dann ohne Kenntnis des Nutzers online übermittelt. Keystroke-Logger umgehen Verschlüsselungsverfahren, da Texte vor der Verschlüsselung im Klartext eingegeben werden. Ebenso spähen sie PINs und Passwörter aus. Die Tastendruckdynamik ist eine der erwartungsvollsten von allen biometrischen Systemen im Computersicherheitsbereich.


