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Technologie > Schrifterkennung

schrifterkennungJede Person hat seine eigene Art zu unterschreiben. Es gibt praktisch keine Person, die eine exakt identische Unterschrift besitzt. Die Variation der typischen Unterschrift hängt ebenfalls auch von dem emotionalen und physischen Zustand der Person ab.

Es gibt zwei Verfahren in der Unterschriftserkennung, das Statische und das Dynamische. Die statische Unterschriftsverifikation benutzt nur die geometrischen Eigenschaften (Form). Die dynamische Verifikation verwendet hingegen die geometrischen und dynamischen Eigenschaften.Wie beispielsweise das Überprüfen der Beschleunigung, Geschwindigkeit, Fallkurve und die Länge und die Unterbrechungen der Unterschrift.

Aufgenommen wird die Unter-/Handschrift heute meistens mit einem handelsüblichen Grafiktablett oder einem PDA bzw. Touchscreen. Alternativ sind auch Spezialstifte mit Sensoren in Verwendung, welche die Parameter bei der Leistung der Unterschrift/Handschrift aufnehmen und zur Auswertung übertragen.

Eine Erweiterung des Unterschriftanalyse liefert ein Handschriftensystem, bei welchem nicht allein die Unterschrift, sonder sog. "Semantiken" zur handschriftlichen Authentifizierung herangezogen werden. Dies können vordefinierte Wörter, ganze Sätze  oder sogar kleine Zeichnungen (Sketches) sein. Ein Vorteil des Einsatzes von "Semantiken" liegt in der Anonymität - selbst bei zentral abgespeicherten Datensätzen kann diese gewahrt werden. Die Verfahren können so eingerichtet werden, dass sie vom Nutzer selbst gesteuert werden können, indem der hinterlegte Referenzdatensatz relativ kurzfristig verändert wird. Hierdurch ist eine klarere Koppelung an eine Willenserklärung möglich. Die "Beherrschbarkeit" durch den Nutzer dürfte außerdem förderlich für die Akzeptanz sein. Da die Erfassung der dynamischen Parameter eine Lebenderkennung darstellt, ist die Fälschungssicherheit ziemlich hoch. Wegen der (noch) hohen Fehlerraten sind die Systeme bislang allerdings nur sehr eingeschränkt einsetzbar.