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Technologie > Gesichtserkennung

gesichtserkennungUm eine andere Person zu erkennen, blicken wir ihr zumeist ins Gesicht, da die sichtbaren Unterscheidungsmerkmale im Gesicht konzentriert auftreten. Insbesondere die Augen scheinen nicht nur darüber Auskunft zu geben, wer jemand ist, sondern auch wie sich diese Person fühlt, worauf ihre Aufmerksamkeit gerichtet ist usw. Will jemand seine Identität oder die Sichtbarkeit innerer Vorgänge verbergen, so muss er sich maskieren. Daher kann die Gesichtserkennung als eine Art elektronischer Demaskierung bezeichnet werden.

Bei der biometrischen Gesichtserkennung wird über eine Kamera das Gesicht einer Person aufgenommen und mit einem oder mehreren zuvor gespeicherten Gesichtsbildern verglichen. Dabei wird zunächst das Bild digitalisiert. Die Erkennungssoftware lokalisiert sodann das Gesicht und berechnet seine charakteristischen Eigenschaften. Das Ergebnis dieser Berechnung, das sog. Template, wird mit den Templates der gespeicherten Gesichtsbilder verglichen. Als Referenz kann auch das Originalbild verwendet werden, das dann für den Erkennungsvorgang gegen ein aktuelles Originalbild verglichen wird.

Alle Ansätze der Gesichtserkennung verwenden gewisse Schlüsselelemente. Bei den meisten Verfahren der Gesichtserkennung werden die charakteristischen Merkmale der Gesichtszüge anhand eines digitalisierten Bildes bestimmt. Verwendet werden vor allem solche Merkmale des Gesichts, die sich aufgrund der Mimik nicht ständig verändern, also obere Kanten der Augenhöhlen, die Gebiete um die Wangenknochen und die Seitenpartien des Mundes. Grundsätzlich erfolgt ein Vergleich der charakteristischen Gesichtsmerkmale mit den entsprechenden Referenzmerkmalen mittels klassischer Bildverarbeitungs- und Bildanalyseverfahren, wie etwa nach Lokalisierung der Augen die Be-rechnung der Gesichtsmerkmale anhand eines Gitternetzes, das über das Gesicht gelegt wird. Eine Sondergruppe der biometrischen Gesichtserkennung ist das sog. Eigenface-Verfahren, das vor allem im Bereich der Personenidentifikation verwendet wird. Schließlich existieren erste (Forschungs-) Ansätze einer 3D-Gesichtserkennung.