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Technologie > Gangerkennung

gangerkennungEs ist eine relativ neue Erkenntnis der Biometrie, dass die Identität einer Person nicht ausschließlich anhand äußerlicher Merkmale oder der Stimme festgelegt werden kann, sondern auch anhand der Gangart. Anders als die bereits besser ausgereiften biometrischen Technologien, bei denen Körperteile untersucht werden, unterliegt die Erkennung der Gangart der zusätzlichen Schwierigkeit, Bewegungen als Muster aufzuzeichnen und zu identifizieren. Wissenschaftler der Universität Southampton haben ein Modell entwickelt, das die Beinbewegungen als Pendelbewegungen wahrnimmt und die Hüftneigung als Variable definiert.

Bei einem anderen Modell werden Form und Länge der Beine zusätzlich zur Geschwindigkeit der Gelenksbewegungen gemessen. Ziel der Forscher ist es, beide Modelle zusammenzuführen. Damit würde die Identifizierung anhand der Gangart zu einer voll einsatzfähigen biometrischen Technologie werden.

Die Anwendung dieser Technologie auf bewegliche Subjekte macht sie als Überwachungstechnologie besonders interessant. So wird an der University of Leeds an Computermodellen gearbeitet, die es ermöglichen, auffällige Bewegungsabläufe von Menschen zu erkennen: etwa die eines potenziellen Autodiebs auf einem Parkplatz oder eines Menschen auf einem Bahnsteig, der im Begriff ist, sich vor den Zug zu stürzen. Weibliche Ladendiebe, die sich als Schwangere tarnen und so die Beute verstecken, können aufgedeckt werden, da tatsächlich Schwangere anhand ihres Ganges vom System erkannt werden können.