Die Fingerabdruck-Erkennung (Daktyloskopie) ist ein biometrisches Sicherungsverfahren, über das der authentisierte Zugang zu Geräten und Netzen gesichert wird. Da die Papillarlinien des Fingerabdrucks bei jedem Menschen unverwechselbar und nicht veränderbar sind, stützen sich mehrere Verfahren auf diese charakteristischen Merkmale. Die Einzigartigkeit wird mit eins zu einer Millionen angegeben.
Während dem Fingerabdruck mit Papier und Stempelkissen der Ruch vordigitaler Polizeitechniken anhaftet, scheint sich sein digitaler Nachfolger als weit verbreitete biometrische Technologie zu etablieren. Die Fingerabdruckerkennung beruht auf der Tatsache, dass die Einzigartigkeit eines Fingerabdruckes durch die Analyse winziger Merkmale wie Schweißdrüsen, Rillenabstände und Verzweigungen definiert werden kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Individuen den gleichen Fingerabdruck haben, wird auf weniger als eins zu einer Milliarde geschätzt.
Als Zugangskontrolle ist der digitale Fingerabdruck vorwiegend bei militärischen Einrichtungen wie dem Pentagon und Forschungszentren der Rüstungsindustrie verbreitet. Auch bei Banken kommt diese Technologie stark zum Einsatz, und große Kreditkarten-Unternehmen wie Visa und MasterCard streben eine breite Integration dieser Fingerabdruckmethoden im Bankkartenbereich an. Bei sicherheitsrelevanten Anwendungen ist es erforderlich, echte Fingerabdrücke von Kopien zu unterscheiden. Zu diesem Zweck bestehen verschiedene Verfahren der Lebenderkennung, bei denen die Scanner bestimmte Merkmale wie Puls, Blutzirkulation, Wärmebild oder 3D-Tiefenmuster erfassen.
Man unterscheidet drei verschiedene Erkennungs-Verfahren, die in den Fingerabdruck-Scannern umgesetzt werden. Beim Directional Code wird die Richtung der Papillarlinien erfasst, bei der Vector Line Type Analysis werden die feinen Hautlinien des Fingerabdrucks an bestimmten Punkten analysiert und bei Minutien die Endungen und Verzweigungen der Papillarlinien. Die Fingerabdruck-Erkennung ist ein biometrisches Verfahren mit einer relativ geringen Fehlerrate. Bei diesem Verfahren sind die Anforderungen an die Falsch-Akzeptanzrate (FAR) und die Falsch-Zurückweisungsrate (FRR) sehr hoch. Die Falsch-Akzeptanzrate liegt zwischen 0,001 % und 2 %, das bedeutet, dass von 1.000 aufgenommenen Fingerabdrücken weniger als ein gültiger Fingerabdruck abgelehnt wird.


