Siemens und Voice Trust kooperieren bei Stimmenbiometrie

(02/2008 b.eu) Siemens Enterprise Communications und Voice Trust wollen gemeinsam Anwendungen entwickeln, welche die Authentifizierung von Usern mittels Analyse der Stimme ermöglichen.
Auch die beste Passwort-Verwaltung kann nicht verhindern, dass ab und zu ein Kennwort vergessen wird. Die Münchner Firma Voice Trust hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich vergessene Passwörter zurücksetzen lassen, mit Hilfe biometrischer Sprecher-Authentifizierung. Die Grundlage bilde Wortpaare, die der User auf einem Server hinterlegt. Je nach Sicherheitsniveau fragt das System die ID des Benutzers und mehrere Wörter ab, um diesen zu authentifizieren. Nach Angaben von Voice Trust besteht der Unterschied zu anderen biometrischen Verfahren wie dem Scannen von Fingerabdrücken darin, dass bei Sprecher-Authentifizierung mehr Datenpunkte ermittelt werden. Dadurch ist das Verfahren genauer und sicherer.
Siemens Enterprise Communications wird die Technik von Voice Trust nun zunächst im eigenen Haus implementieren. Die 15.000 Mitarbeiter des Unternehmens können dann mit Hilfe ihres Stimmprofils ein Reset von vergessenen Passwörtern durchführen. Im zweiten Schritt wollen Voice Trust und Siemens spezielle Authentifizierungslösungen entwickeln. Zielgruppe sind Firmen, die in der Finanz- und Telekommunikationsbranche tätig sind.
Voice Trust hat nach eigenen Angaben mittlerweile 1,5 Millionen Lizenzen seines Produkts verkauft. Die Abnehmer stammen aus der Automobilindustrie, der Versicherungsbranche und dem Gesundheitswesen.
Der Voice-Trust-Server ist kompatibel zu allen Plattformen, die auf denen Voice XML 2.0-funktioniert, darunter Envox , Genesys, IBM Websphere und Voice Genie. Das Unternehmen bietet außerdem Konnektoren für eine Vielzahl von Anwendungen an, darunter Microsoft Windows und Active Directory, SAP, LDAP, RACF/Host, RSA, Unix, Oracle, Lotus Notes und Utimaco Safeguard Easy.


