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Markt für Biometrie in Frankreich kommt voran

Abb. Flughafen
Charles de Gaulle

(12/2007 b.eu) In Frankreich sind der Gesetzgeber und die zuständige Aufsichtsagentur gegenüber der Einführung biometrischer Erfassungssysteme noch sehr zurückhaltend. Das Marktpotenzial ist allerdings sehr groß. Der Markt für Sicherheitstechnik erreichte 2006 schätzungsweise 16 Mrd. Euro und expandiert kräftig.

Größtes bisheriges Pilotprojekt im Bereich Biometrie war im Jahr 2005 der freiwillige Abgleich von Fingerabdrücken mit polizeilichen Datenbanken am Pariser Flughafen Charles de Gaulle. Das Projekt Pégase (Programme d'expérimentation d'une gestion automatisée), das in Zusammenarbeit mit Air France, der Flughafenbehörde, der Polizei sowie den privaten Firmen Ultimedia und Sagem abgewickelt wurde, war zunächst auf sechs Monate befristet, lief aber letztendlich über zwei Jahre. Eine Beschleunigung der Grenzkontrolle bei gleichzeitiger Hebung des Sicherheitsstandards waren die primären Ziele des Projekts. Die mit ihren Fingerabdrücken und komplementären Personendaten registrierten Reisenden konnten sich bei der Einreise nach Frankreich per Fingerabdruck "ausweisen" und so Warteschlangen bei der Passkontrolle vermeiden. Im August 2007 hat die französische Regierung nun per Dekret beschlossen, an allen französischen Flughäfen solche freiwilligen biometrischen Schalter für Reisende, die den Geltungsbereich des Schengener Abkommens verlassen, in den nächsten Jahren einzurichten.

Ein großes Problem für Frankreich ist aber die nach wie vor sehr geringe Zahl an Firmen, die sich mit biometrischen Systemen beschäftigen. Unter den knapp ein Dutzend mehr oder weniger aktiven Anbietern befinden sich allerdings auch einige französische Technologieschwergewichte, namentlich Sagem und Thales. Sagem, Tochter der Safran-Groupe, bezeichnet sich selbst als Weltmarktführer für Fingerabdruck-Identifikationssysteme. 2005 hat die Firma die deutsche Orga Kartensysteme übernommen. Rund zwei Drittel der Akteure in Frankreich sind in diesem Segment tätig. Zweiter Schwerpunkt ist die immer stärker in den Markt drängende Handgeometrie.

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