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Biometrie im Scheckkartenformat

(06/2006 sueddeutsche.de) Der Personalausweis soll es dem Epass nachmachen und einen Chip mit biometrischen Daten eingepflanzt bekommen. Kleiner wird er dabei auch noch.

Von Bernd Oswald

2008 soll die neue Generation von Personalausweisen eingeführt werden. Das Innenministerium verfolgt damit drei Ziele: Zum einen soll er wie der elektronische Reispass (Epass) biometrische Daten, also ein digitales Bild vom Gesicht sowie Fingerabdrücke speichern.

Zweitens soll der elektronische Personalausweis eine eindeutige Authentisierung ermöglichen. Das hilft beim Geschäftsverkehr mit Behörden, zum Beispiel bei der elektronischen Steuererklärung. Schließlich soll eine elektronische Signatur ermöglicht werden, die dann an die Stelle der manuellen Unterschrift tritt. All diese Daten werden in einem speziellen Chip gespeichert.

Kosten noch unklar

Ob man all das auf einem Ausweis im Scheckkarten-Format unterbringt, wird derzeit geprüft. Da sich aber bereits einige entsprechende Bürgeranfragen gebe, werde diese Option "ernsthaft in Betracht gezogen", wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagt.

Wieviel der neue Ausweis kostet, weiß man im Innenministerium noch nicht so recht. Auf jeden Fall werden die Bürger die Herstellungskosten tragen müssen. Zum Vergleich: Der elektronische Reisepass kostet 59 Euro.

Die herkömmlichen Personalausweise behalten in jedem Fall ihre Gültigkeit. Außerdem muss niemand einen Personalausweis besitzen - wenn er einen Reisepass hat, mit dem er sich ausweisen kann. Früher oder später wird aber jeder Deutsche ein Ausweisdokument mit biometrischen Daten haben müssen.

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